Sonnenfinsternis über Guckheim: Sonne wird zur Sichel
Wer am Abend des 12. August nach Westen blickt, kann bei klarem Himmel ein seltenes Schauspiel sehen: Der Mond schiebt sich vor die Sonne, kurz vor Sonnenuntergang bleibt nur noch eine helle Sichel. Für Rheinland-Pfalz wird die partielle Sonnenfinsternis ab etwa 19.18 Uhr sichtbar. Das Maximum liegt voraussichtlich gegen 20.13 Uhr. In der Region um Guckheim ist mit einer Bedeckung von rund 88 Prozent zu rechnen.

Ganz dunkel wird es nicht. Anders als in Teilen von Spanien, Island, Grönland und Portugal liegt Deutschland nicht in der Totalitätszone. Hier bleibt die Finsternis partiell. Auffällig dürfte sie trotzdem sein, weil die Sonne beim Maximum bereits tief über dem Horizont steht. Entscheidend ist deshalb ein freier Blick nach West-Nordwest. Häuser, Bäume oder Höhenzüge können die Sicht deutlich früher beenden als die rechnerischen Zeiten.
Wichtig ist der Schutz der Augen. Auch bei starker Bedeckung darf niemand ungeschützt in die Sonne schauen. Geeignet sind nur zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen oder geprüfte Spezialfilter für Ferngläser, Kameras und Teleskope. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus.
In derselben Nacht erreicht auch der Meteorstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Da rund um die Sonnenfinsternis Neumond ist, stört kaum Mondlicht. Wie viele Sternschnuppen tatsächlich zu sehen sind, hängt aber vom Wetter, der Dunkelheit am Standort und der freien Rundumsicht ab.
