Großer Erfolg am Wiesensee: Nach nur wenigen Wochen waren 360.000 Euro weg
Satire
Große Erleichterung machte sich in der Verwaltung breit, als der Wiesensee nach nur wenigen Wochen intensiver Spezialmaschinen-Romantik erfolgreich von mehr als 460 Tonnen Bäumen, Sträuchern und sonstigem Pflanzenmaterial befreit worden war. Das anspruchsvolle Großprojekt gilt als legendärer Meilenstein moderner kommunaler Landschaftsfrisur.

Für die Arbeiten war eigens eine Firma aus Niedersachsen angereist. Mit mehreren Spezialmaschinen wurde wochenlang gemäht, geräumt und abtransportiert. Die reinen Arbeiten kosteten rund 280.000 Euro. Weitere etwa 80.000 Euro fielen für die Entsorgung an.
Finanziert wurde das Projekt, wie in der freien Wildbahn öffentlicher Haushalte üblich, nämlich über öffentliche Mittel. Diese wiederum haben eine besonders verlässliche natürliche Quelle: den Steuerzahler.
Kritiker monierten, bei 360.000 Euro hätte man den Wiesensee auch mit einer Nagelschere bearbeiten lassen können.
Am Wiesensee war danach wie üblich vieles verschwunden: Seewasser, Bäume, Sträucher, Gestrüpp, Hoffnung und 360.000 Euro.
